Ein Lagerfeuer in einer lauen Nacht ist immer wieder ein besonderes Erlebnis im Freundeskreis oder für die ganze Familie. Um das Feuer sitzend werden Geschichten erzählt, gesungen, Stockbrot wird gegrillt, gemeinsam schauen alle eine Zeit lang einfach still in die Flammen.
Zum Fest des Heiligen Johannes des Täufers gibt es die Tradition, ein Feuer zu entzünden. Ein Feuer erleuchtet die Nacht und schenkt Wärme. So ist es seit alter Zeit Symbol für Gottes Wahrheit und Liebe, aber auch für Reinigung und Läuterung. Johannes der Täufer ist Vorläufer und Wegbereiter für Jesus, das Licht der Welt, auf den das Feuer hindeutet. Die Aufgabe von Johannes ist so bedeutend, dass als einziger Heiliger neben Maria sein Geburtsfest sechs Monate vor Weihnachten, am 24.06., gefeiert wird. Sein Geburtsfest liegt auf der Sommersonnenwende. Die abnehmende Sonnenstundenzahl lässt sich mit einem Ausspruch von Johannes deuten: „Er [Jesus Christus] muss wachsen, ich muss abnehmen.“ (Joh 3,30)
Der Monat Juni mit dem Fest des Heiligen Johannes lädt zu einem Lagerfeuererlebnis mit der Familie ein. Für uns Christen ist das mehr als eine heimelige Atmosphäre. Es ist die Erinnerung an unsere Berufung: Christus dort wachsen zu lassen, wo wir miteinander leben.
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